auf dem Rücken der Pferde...

 

Distanzreiten

Distanzreiten ist Marathon zu Pferde!
Gestartet werden darf mit einem Pferd oder Pony ab fünf Jahren mit abge- schlossenem Zahnwechsel, egal welcher Rasse. Die Streckenlängen betragen je nach Alter des Pferdes zwischen 25 und 160 Km am Tag. Es gibt auch Mehrtages-Veranstaltungen. Der Tierschutz steht bei dieser Sportart an erster Stelle. Strenge Untersuchungen des Tieres vor, mehrfach während, und zwei Mal nach Zieleinlauf können das Aus bedeuten. Im Zweifelsfall wird immer für das Pferd und gegen ein Weiterreiten entschieden.

Auch bei diesem Sport sollte der Reiter darauf achten, dass sein Pferd über den Rücken läuft damit es lange einsatzfähig bleibt. Gymnastizierung steht also bei einem Distanzpferd genauso auf dem Trainingsplan wie lange Ausritte in einem
gleichmäßigem Tempo. Die Streckenlängen sollten langsam über die Jahre gesteigert werden. Erst dann sollte gegebenenfalls das Tempo erhöht werden.     

        Im Distanzsport gilt:    
      - Angekommen ist gewonnen !
      - Egal in welcher Zeit !
      - Hauptsache mit einem gesunden Pferd !

                                                                                 


                                           







                                    Text - Foto: Annette Höpken

Hier ein paar Impressionen vom Wintertraining
angeboten von Ritte-im-Norden

http://www.ritte-im-norden.de/videos.php?file=4
http://www.ritte-im-norden.de/videos.php?file=5
http://www.ritte-im-norden.de/videos.php?file=6

Das Distanzreiten
hat sich im Pferdesport längst zu einer festen Größe etabliert.
Es hat spätestens seit den Weltreiterspielen in Lexington, Kentucky, USA 2010 an Popularität stark zugelegt. Das deutsche Team konnte sich die Bronze Medaille sichern. Es geht darum, entsprechende Distanzen in kürzester Zeit zu überwinden. Es gilt die Prämisse: "Ankommen ist gewonnen"!  Es wird mit größter Achtsam keit auf die Gesundheit der Pferde geschaut. Untersuchungen finden zu unterschied- lichen Zeiten während des Rittes statt.

Tagesritte finden über unterschiedliche Distanzen statt. Ein Tagesritt kann durchaus über 160 km gehen. Üblicher sind allerdings Tagesstrecken von 25 - 40 Km, 60 - 80 Km, oder längere Distanzen bis zu 120 Km. Seit ca. 2-3 Jahren gehen auch Kinder offiziell über Strecken von 8-12 Km.

Über den Ursprung des Distanzrittes läßt sich heute nur mutmaßen. Zählt man die Kriege aus grauer Vergangenheit mit, in denen Pferd und Reiter unter unendlichen Mühen und Opfern z.T. tausende Kilometer hinter sich gebracht haben, so ist der Ursprung sicher im Militärwesen zu finden. Doch auch im zivilen Bereich ging es darum in kurzer Zeit mittlere bis große Strecken zu überwinden. Der legendäre
Ponyexpress, aus der "Wild- West Romantik Zeit", der eher Lebensgefährlich als romantisch war, dürfte jeder kennen. Nicht zu vergessen die Fahrer, die mit ihren Kutschpferden hunderte von Kilometern reisten.

Teilnahmebeschränkungen für die Reiter gibt es keine. Reiter unter 14 Jahren müssen allerdings mindestens einen  gewerteten Einführungsritt absolviert haben, oder eine Qualifikation eines Reitverbandes nachweisen können, z.B. den FN Reit -pass, oder in Begleitung eines Erwachsenen starten. Darüber hinaus gilt sicheres Reiten über lange Distanzen, ein gutes Einfühlungsvermögen in die eigenen Mög- lichkeiten und in die Befindlichkeit des Pferdes. Versiertheit und reiterliches Können, ist auch in kritischen Situationen gefordert.

Eine gute Kondition sind für Pferd und Reiter  eine absolute Voraussetzung.
Zur Grundausstattung während des Rittes ist der Reiterhelm unentbehrlich.
Eine gute Geländekarte sollte jeder dabei haben.

Text: Annette Höpken, Reiner Rohde
                                         
           
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Siehe auch: http://www.vdd-aktuell.de/1114-0-peiner-land-mai.html

Ein Rittbericht durch das Peiner Land am 29. 05. 2010
Es war das erste Mal, dass ich in Klein Blumenhagen startete und uns kein kalter Wind um die Ohren pustete.Der Paddockplatz war aber wie eh und je sehr hart und auch dieses Jahr graslos und ich mußte aufpassen das mein Auto nicht auf einer Bodenwelle aufsetzte. An der Meldestelle hatte ich schnell meine Checkkarte, Schwarz-Weiß-Streckenkarte und die Startnummer. Bei der Voruntersuchung kamen wir sofort dran. Diese war sehr gründlich. Die Vorbesprechung war pünktlich und kurz. Ab acht Uhr gingen die 60 km Reiter auf die Strecke, danach folgten die 30 km Reiter. Leider ist Start und Ziel direkt vorne vom Hof auf eine Bundesstrasse, obwohl sicher auch über den Paddockplatz gestartet werden könnte.

Die ersten paar hundert Meter der Strecke werden neben der Bundesstrasse auf dem Radweg geritten, dann geht es weiter über Feld- und Waldwege, teils mit Schotter, durch Ortschaften, teils mit bereitbaren Seitenstreifen. Dieses Jahr ist ein kleiner Teil der Strecke umgelegt worden, leider führte dieser dann auf einer Bundes strasse entlang, die Autos rasten nur so an uns vorbei. Schade !
(Alle Strassenüberquerungen waren von Helfern gesichert, nur hier stand niemand.)

Bei den 60 km mussten zweimal die 30km geritten werden. Die erste Pause(10 Minuten) der län -geren Strecke ist nicht am Paddockplatz, sondern ca. bei Kilometer 35 auf einem Hof. Die Markierung konnte man sehr gut finden. Sie bestand aus Holzpflöcken die oben schwarze Richtungspfeile hatten. In der 30minütigen Pause (bei Kilometer 20 bzw. 50) gab es Wasser und genügend Gras für die Pferde. Bei der Pulsmessung 20 Minuten nach Zieleinlauf, sowie bei der Nachuntersuchung kam es trotz der zahlreichen Tierärzte zu Wartezeiten, bei zweiterem sogar zu einer Verzöge -rung von 30 Minuten. Bei der Siegerehrung, die dann pünklich um 18 Uhr stattfand, bekam jeder Teilnehmer eine Schleife,die Ergebnissliste, eine Stallplakette und einen Ehrenpreis.

Text - Foto:
Annette Höpken mit Bambina






 








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