auf dem Rücken der Pferde...

 

European Pony Express

Die Informationen über den European Pony Express, so wie kurze Einblicke
in dessen Chronik, wurden uns freundlicher Weise von dessen Management zur Verfügung gestellt. Die darin enthaltene Dokumentation über die Entwicklung des
US Pony Express, wurde von dessen einzelnen Mitgliedern  zusammengetragen
und ausgearbeitet. Vielen Dank an dieser Stelle !
                                                           
                                                                       
                                                        Anmerkung der Redaktion



                                   


            E U R O P E A N    P O N Y    E X P R E S S  -  G E R M A N    T R A I L



Pony-Express: Pony - (indianisch): Pferd,
Express- (lateinisch): eilig, schnell.

Auf das Postwesen bezogen, ergibt das einen besonders schnellen Transport
von Informationen per Pferd.


  Was ist der European Pony Express ?
- Es ist ein Post-Staffel - Ritt getreu historischem Vorbild
- Er wird in Deutschland seit 1989 jedes Jahr einmal durchgeführt
- Es ist keine kommerzielle Veranstaltung


Die Route führt von den Niederlanden quer durch Europa bis nahe an die ukrai -nische Grenze. Es wird nicht auf Ponys geritten. Jeder Interessierte kann daran teilnehmen entweder als Reiter oder als Organisator.

Die Idee dazu ist nicht erst in der für uns so glorreich scheinenden Zeit der Eroberung Amerikas geboren. Bereits Jahrhunderte zuvor, um 1200 wurde in China Post auf diese Weise transportiert. Mitte des 19. Jahrhunderts lebten westlich der Rocky Mountains 1/2 Millionen Menschen.

© All rights reserverd by Management European Pony Express
European Pony Express:  http://xp-de.com



US *** Historie

Ab 1848 führte die Pacific Mali Steamship Company monatlich Transporte (Post per Schiff nach Panama, mit der Kutsche durch Panama und dann wieder mit dem Schiff bis Kalifornien) durch und bereits während des Goldrausches 1851 setzte George Chorpenning Reiter ein , um die Post in Kalifornien zu verteilen. Der erste Kurier-
dienst pendelte zwischen Sacramento und Salt Lake City. 30 Tage war ein Brief unterwegs. Weitere 30 Tage waren notwendig, um die Post z.B. nach Independence, Kansas, zu bringen. Zwei Monate Zustellzeit waren aber immer noch schneller, als fünf Monate Transport mit den Wagentrecks.

1856 wurde endlich ein Gesetz zur Überland-Postbeförderung verabschiedet. Es bestimmte den Transport in Kutschen, in denen zudem bis zu 6 Passagiere befördert werden konnten. Der Vertrag ging an die Butterfield Overland Mail Company, zu der sich die Unternehmen Adams Express Company, American Express Company, National Express Company und Wells, Fargo & Company zusammenschlossen.

Um allen Partner gerecht zu werden, rollten die Wagen auf dem Weg, von St. Louis über Arkansas, Oklahoma, Texas, New Mexiko, Arizona nach San Francisco, 2795 Meilen in 21 Tagen.

Es gab noch eine weitere Hauptrouten die zwar einige Meilen kürzer war, wegen ihrer klimatischen Verhältnisse aber schwieriger zu bewältigen.1859 bewältigte die von William Russel und John S. Jonas übernommene Leavenworth & Pike`s Peak Express Company die Strecke nach Denver bereits in 19 Tagen.

Nachdem William Russell den Vertrag für die Postlieferung von St. Joseph nach Salt Lake City gekauft hatte, sollte die 1.966 Meilen lange Route in 8 - 10 Tagen bewältigt werden. Es wurden Hunderte von Pferden gekauft und 120 Postreiter eingestellt.

Da die notwendigen Investitionskosten (geplant waren 100.000 Dollar) für die Leavenworth & Pike`s Peak Express Company alle Erwartungen übertrafen, wurde die Firma 1859 durch das Unternehmen Russell, Majars & Waddell übernommen. Sie erhielt den Namen Central Overland California & Pike`s Peak Express Company.

Im Mai 1860 gelang es Russell, den Postvertrag von George Chorpenning von Sacramento bis Salt Lake City zu übernehmen. Damit verfügte er endlich über das alleinige Recht der Postbeförderung zwischen St. Joseph, Missouri und Sacramento, Kalifornien.


Der Pony Express war geboren.

Billy Richardson ritt als erster Pony-Express-Reiter am 03. April 1860 in St. Joseph, Missouri, los. Nach nur 9 Tagen, traf diese Post in Placerville, Kalifornien, ein und erreichte in darauffolgender Nacht San Francisco.

Die Original Pony-Express-Strecke von St. Joseph nach San Francisco betrug 1966 Meilen (3146 km), wurde einmal wöchentlich aus beiden Richtungen gestartet und in 8-10 Tagen bewältigt. 80 jugendliche Reiter, 500 der besten Reitpferde und 200 Hilfskräfte an den Stationen standen der Gesellschaft zur Verfügung. Ein Brieftransport kostete dem Absender 5 Dollar (ein Personentransport per Kutsche 150, später 100 Dollar), die Reiter bekamen pro Woche 25 Dollar ausgezahlt. Die Pferde wurden an jeder Relaisstation ausgetauscht, der Reiter wechselte nach 8-10 Stunden, was in östlichen Regionen 220 Meilen, in westlichen 160 Meilen Ritt bedeutete. Ein Pferd hatte in der Regel 165 amerikanische Pfund zu tragen (ca. 72 kg), 20 Pfund Post, 25 Pfund Ausrüstung und 120 Pfund der Reiter. Die besten Reiter benötigten nur 15 Sekunden, um sich und die Mochila auf ein frisches Pferd zu wechseln.
Die Relaisstationen lagen im Durchschnitt 10 Meilen auseinander. Sie waren von unterschiedlicher Beschaffenheit und reichten von mehrstöckigen festen Häusern mit bester Unterkunft bis zu Erdlöchern, die mit Brettern abgedeckt waren. Die Grundausrüstung in den Stationen aber war immer zu finden. Dazu gehörten: Schinken, Speck, Sirup, getrocknetes Obst, Maismehl, Tee, Kaffee, diverse Werkzeuge und Pferdefutter. Beliefert wurden die Stationen mit Wagen und Kutschen, in denen auch Personen transportiert wurden.

Die übliche Kleidung des Pony Express Reiters bestand aus einem hirschledernen Jagdhemd, Hosen aus festem Stoff, Stiefeln oder Schuhen und einer Mütze oder einem Filzhut. Der Reiter trug selten Waffen, außer einem Bowiemesser, manchmal einem Colt-Revolver oder ein Gewehr, dass er um die Schultern hängen hatte.

Die Reiter des Pony-Expresses hatten kaum Kontakt zueinander. Es gab für sie nur eine Aufgabe: Die Post auf schnellstem Wege und unter allen Umständen ans Ziel zu bringen. Nicht nur die äußerst schwierig zu bewältigenden 700 Meilen zwischen den Rockys und der Westküste erschwerten ihnen die Erfüllung ihrer Aufgabe, auch Auseinandersetzungen mit Indianern und kriminellen Weißen verhinderten oftmals den reibungslosen Transport, so dass es vorkam, dass ein Reiter seine Ablösung erschlagen fand, die Station ausgeplündert und der Pferde beraubt fand oder selbst sein Ziel nicht lebend erreichte.

1860 traten 8000 Krieger der Paiutes (Utah) gegen die Weißen in den Krieg. Der vielleicht bemerkenswerteste Reiter war "Pony" Bob Haslem, der während des Paiute-Krieges wegen fehlender Anschlussreiter 380 Meilen zurücklegte und trotzdem pünktlich ankam. Als im Verlauf der Auseinandersetzungen auch einige Postreiter getötet wurden, stellte man den Postverkehr von Mai bis Juni ein.

Einer der bekanntesten Reiter war William F. Cody, der später als Buffalo Bill zu Ruhm gelangte.

Am 2. März 1861 verabschiedete der Kongress das neue Postgesetz für die Verbindung mit Kalifornien und übertrug der Overland Mail Company den Postdienst zwischen Missouri und Placerville, Kalifornien. Die Route sollte täglich an sechs Tagen in der Woche bedient werden. Zusätzlich sollte der Pony Express noch zweimal wöchentlich bis zur Fertigstellung der bereits im Bau befindlichen transkontinentalen Telegraphenlinie weitergeführt werden.

Am 16. März 1861 schlossen die Overland Mall Company und die Central Overlend Callfornia & Pike`s Peak Express Company einen Vertrag, in dem sie den Fracht- und Passagierdienst zwischen sich aufteilten. Da der reguläre Pony Express jetzt in Placerville endete, begann die Wells, Fargo & Company ab dem 1. Juli 1861 einen eigenen Pony Express-Dienst zwischen San Francisco und Placerville.
Am 24. Oktober 1861 wurde die transkontinentale Telegraphenlinie in Betrieb genommen und die letzte auf diese Weise transportierte Post ging an ihrem Bestimmungsort ein.

Mit dem Beginn des Bürgerkrieges, auf Grund der finanziellen Lage und mit der Fertigstellung der Telegraphenverbindung wurde es dem Pony-Express-Unternehmen unmöglich, weiter zu existieren. Die Gesellschaft hoffte auf die Unterstützung der Regierung, die allerdings ausblieb. Der Pony-Express erwies sich als finanzielles Fiasko. 500 Dollar waren für eine Tour geplant. Die Praxis verlangte einen fünfzehn mal höheren Betrag.

Der Pony-Express war Geschichte geworden. Geblieben war der Mythos. Der Mythos von jungen, mutigen Reitern, die, wie die amerikanische Bewegung nach Westen waren - nichts konnte sie aufhalten !

Dieser Mythos wirkt bis in die heutig Zeit. Seit 1976 erfolgt in den USA einmal jährlich im Sommer ein Pony Express- Ritt auf der historischen Strecke.




                 
Die Idee, den Pony-Express in der CSSR durchzuführen, wurde 1983 auf einer Countryveranstaltung in Jilava geboren, als einige Countryfans beim Bier zusammensaßen. Unter Ihnen weilte auch Jindrich Bilek, der die Organisation in die Hand nahm und es ermöglichte, dass 1985 der erste Pony-Express geritten werden konnte. Es ist ein großes Unternehmen daraus geworden.

1989 wurde von Dresden nach Schmilka der erste Pony Express- Ritt in der DDR durchgeführt. In den Folgejahren fand der Pony Express immer mehr Anhänger und konnte immer weiter ausgebaut werden. Seither wird der European Pony Express jedes Jahr einmal im August geritten.

2011 werden die Niederlande, Deutschland, Polen, die Slowakei und Tschechen mit etwa 260 Reitern am 2600 km langen Ritt des European Pony Express teilnehmen und ihrerseits die ihnen anvertraute Post durch Wälder, über Wiesen und Flüsse, bei Sonnenschein, Nebel und Regen, bei Tag und bei Nacht pünktlich ans Ziel bringen.



Hier ein Kurzüberblick in die Chronik des European Pony Express

1989 (21.07. 15:00 – 22:00) Dresden (Elbwiese) --> Schmilka (3 Etappen) anschließend Konvoi nach Mnisek

1991 (4.7. – 6.7.) Brandenburg (Havel) --> Schmilka (15 Etappen) erstmals Funker als Streckensicherung anschließend Konvoi nach Mnisek (Golden City)

1997 (20.8. – 23.8.) Schmilka --> Ellenstedt (bei Bremen) (38 Etappen) wegen Hochwasser in der Tschechei große Verspätung an der Grenze Kanu auf Elbe bei Ferchland wegen Unwetter Post teilweise beschädigt alle Org. im Einsatz zur Absi- cherung der Etappe von M .Weißbach Pony-Club Ellenstedt richtet große Abschluss-veranstaltung aus 18 Std. Verspätung in Ellenstedt

1998 (17.8. – 21.8.) Bakum (Lohe) --> Schmilka (39 Etappen) Ehrung vom Bürgermeister von Bassum Faltboot auf Elbe bei Ferchland Nebenroute durch Saxo-nia Pony Express (Sächsischer Pony Express – 6 Etappen) Claudias Superküche

2003 (19.8. – 23.8.) Sebnitz --> Haren (Ems) (44 Etappen) problemlosester und schnellster Ritt

2008 (18.8. – 22.8.) Rütenbrock / Ter Apel --> Sebnitz (44 Etappen) Pferd warf Reiter bei Steinberg ab und flüchtete auf Bullenweide viele Doppel-Etappen geritten

2009 (24.8. – 28.8.) Sebnitz --> Rütenbrock / Ter Apel (44 Etappen) Thomas Müller neuer Chief teilweise bis zu 5 1/2 Stunden Verspätung Ausfall der Elbfähre - mit Arbeitsboot übergesetzt erstmals Übergabe an Niederländischen XP

2011 (17.8. – 22.8.) Sebnitz --> Rütenbrock / Ter Apel  (44 Etappen) 
Reiterunfall auf Etappe Motzen-Groß Schulzendorf (Reiter i.O., Pferd musste später eingeschläfert werden)
Ausfall von Pferd auf Etappe Laase-Seerau, Etappe wurde von Organisatoren gelaufen
viele Doppeletappen geritten

2012 (14.8. – 18.8.) Rütenbrock / Ter Apel --> Sebnitz (44 Etappen) 
Dichter Nebel mit Sichtweite unter 10 m in der zweite und dritten Nacht
Reiter und Ersatzreiterausfall Tremsdorf-Kanin - Groß Schulzendorf
Schwerer Reiterunfall auf der Etappe Cunnersdorf - Sebnitz




 








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