auf dem Rücken der Pferde...

 

Roping - " Lassoarbeit "

So einfach sieht alles aus. Cool und locker so wie hier Klaus Neuhaus von der Seven-Gate-Ranch, wirft ein Cowboy sein Rope über Rind und Pferd, eben mal so aus dem Handgelenk und die Arbeit auf der Ranch kann weitergehen. Allerdings trügt die Leichtigkeit. Der Umgang vom Pferd aus, mit dem Rope oder „Lasso“, wie es bei uns umgangssprachlich genannt wird, erfordert in seiner Handhabung jahrelange Praxis.

             
                      Klaus Neuhaus auf Harry - Fotoquelle: Sabine Sebald ©
                           
Mut, Sicherheit, und Erfahrung, Versiertheit und Professionalität im Sattel, waren und sind die Voraussetzung, und oft die einzige Lebensversicherung der Cowboys. Wenn vom Pferd aus bei Viehtrieben unter unruhigen Rindern gearbeitet wurde, wenn man im gestreckten Galopp, in eine fliehende Mustangherde ritt, freihändig, mit beiden Händen am Rope, zum Wurf bereit, durch Staub und Steine kaum Luft, kaum Sicht bekam, so war das lebensgefährlich. Cowboyarbeit war alles andere als smoothe Wildwestromantik, eher ein knochen-harter Job bei dem es durchaus manchmal um Leben und Tod ging. In Rodeos, anderen Wettbewerben und zu Festlichkeiten, konnte man seine Fähigkeiten zur Schau stellen, Ruhm und Bewunderung genießen.


Die Entwicklung der Ropingtechnick begann zu Beginn des 19. Jh., als auf den süd- amerikanischen Haziendas und den Ranches in Nordamerika die exzessive Weide- und Viehwirtschaft begann. Vom Boden und vom Pferd aus fand das Arbeiten mit dem Vieh und den Pferden statt. Beim einfangen, zähmen und zureiten von Wild -pferden und der Arbeit mit den Rindern, wurde das Rope bzw. Lasso bald zu einem unverzichtbaren Arbeitsgerät.

Die Schlaufe durch die das Rope läuft,
wie hier rechts auf dem Foto zu sehen ist, nennt man Honda.


                                                                                     

                                             


The Rope -  El Lazo
kommt aus dem englischen und bedeutet unter anderem Seil, Strick, Tau. Lazo ist Spanisch und heißt Schlinge. Zu Deutsch wurde Lasso daraus. Traditionell wurden Ropes aus bis zu acht Streifen Rohleder geflochten oder aus Hanfseilen gedreht und hatten ein Durchmesser von ca. einem Zentimeter.

Heute werden sie oft aus Polyester oder Nylonfaser hergestellt. Wenn man sich die kräftigen und schweren Bullen vorstellt, so lagen durchaus bis zu 400/500kg Zuggewicht auf so einem Seil. Die aufgewickelten Seilringe bzw. Windungen werden Coiles genannt. Das Loop ist eine geöffnete Wurfschlinge.





Text: Reiner Rohde
Fotoquelle:
(1)  Sabine Sebald ©: http://www.skinfaxa.de - Klaus Neuhaus Roping
Neuhaus Web: http://www.seven-gate-ranch.com  
(2 ) Horst Höbel - Roping Action, (3) Pixelio - Honda 

(4) Reiner Rohde/Horst Höbel - Hut / Rope                                 
                       

           
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                                        <  COWBOYS  ROPING  CARS  >                               
                      Video mit: Horst Höbel, Patrick Radau, Klaus Neuhaus           
                              http://www.youtube.com/watch?v=6Fgdh1Y4OH4

 
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Auf dem Pferd am  ~L~a~s~s~o~  entlang durchs Leben


HORST    HÖBEL
ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Roper, sein Name ist durch den Umgang mit dem Rope auch längst über die Grenzen unserer Republik hinaus bekannt. Hier ist er mit seinem Pferd, Smokey Leo Lena zu sehen. Smokey ist
ein Quarte Horse mit edelster Abstammung.


























Fotoquelle:Cerdar Forster©


IT`S  M E  -  H O R S T    H Ö B E L !
Auf dem großelterlichen Bauerhof aufgewachsen, war der Umgang mit Pferden
für mich, Jahrgang 1938, von Kindesbeinen an etwas selbstverständliches. Das Arbeiten mit Pferden vor dem Pflug, der Egge, dem Hackpflug usw. gehörten bald zum täglichen Leben eines Jungbauern, neben Schule und und Freizeit selbst-verständlich.....heute ist es der PS-starke Trecker!

Jeder größere Ort in Schleswig-Holstein hatte zur damaligen Zeit, kurz nach dem 2. Welt- krieg, seinen ländlichen Reitverein. Dies war auch die Zeit des des Holsteiner Pferdes, Meteor und Fritz Tiedemann lassen grüßen. Jetzt wurde "Reiten richtig" gelernt, English! Aber was ist schon der "Englischsattel," wenn man eigentlich wie ein Cowboy denkt, fühlt und reiten möchte? Im Cowboysattel sitzen, mit Lasso und Yippie Yeah!!!


Diese Cowboysein bestimmte schon früh mein Leben. Der wilde Westen begann mich schon früh zu faszinieren. Ich fing schon als Kind auf dem Hof an, mit den mir zur Verfü-
gung stehenden Seilen zu " Ropen."
In den 50ger Jahren gewannen Western Filme, Hefte und Romane auch in Deutsch- land an Popularität. Helden wie Tom Mix, Billy Jenkins und Tom Prox wurden von uns geschmökert und draußen in Szene gesetzt.                Horst am "Lasso" 1954



Ropen - Lassowerfen aus Cowboy-Leidenschaft
Nach Jahrzehnten im Westernreiten gehörte das Lasso für mich immer zur Ausstattung eines richtigen Cowboys. Bei vielen nur als Schmuck am Sattel,
reizte es mich sehr den Umgang mit dem ureigensten Arbeitsgerät des Cowboys richtig zu erlernen. So begann eine bis heute andauernde Leidenschaft mit der Seilschlinge .....



1970 begann "meine Isländerzeit," die über 20 Jahre andauerte. Im Cowboysattel ging es weiter mit Lassowerfen. Es war die Zeit, in der Wander, Freizeit und Distanzritte populär wurden. Viele Freizeitreiter ritten Kleinpferde, Gangpferde wie Isländer, das Robuste Gangpferd schlechthin. Ideal für die beginnende Wanderreiterei in Deutschland.
Ab 1970 schaue ich auf eine Fülle von Wanderritten über mehr als 25 Jahre zurück. Zählt man alle Ritte zusammen, so gingen sie über eine Distanz von nahezu 3000 Kilometer.

< Hier auf meinem Isländer Bondi 1970


Ein kurzer Überblick meiner Ein,- und Mehrtagesritte:
In den Siebzigern
1970 -  Oktober, Nürnberg - Hamburg ca. 700km.
1971 -  Juni Rundritt in Schleswig - Holstein ca. 400km.
1973 -  Tagesritt Sünteltal(Deister) -  Borstel(Neustadt a. Rbge.) ca. 50 km.
1974 -  Okt., Schmarrie(Deister) - Borstel 50km.
1975 -  2 Tagesritt Borstel - Schmarrie und zurück ca. 100 km
1977 -  Mai, 3 Tagesritt, Hannover - Lüchow Dannenberg ca. 120km.
In den Achtzigern
1980 -  Oktober, 4 Tagesritt, Borstel – Rutenmühle(Soltau) und zurück ca.150km.
1981 -  Juni, Wattenritt - Neuwerk.
1982 -  Mai, Juni, Sept.,- Okt.,- Dezember, diverse Ritte Borstel - Sievershausen -                        Rutenmühle, zusammen ca 250km.
1983 -  Juni, Borstel - Cuxhaven -  Neuwerk ca. 280km.
1984 -  Juni, Hannover - Lüchow-Dannenberg – Gatow ca. 210km.
1985 -  Mai, Borstel - Lingen
1986 -  Mai, Ritt von Rehagen(Harz) nach Brilon(Sauerland) ca. 200km

Inden Neunzigern kam es zu den vorläufig letzten langen Wanderritten:
1991 -  Mai, Von Eldena(a.d. Elbe) – Boltenhagen (Ostsee) und zurück ca. 400km.
1992 -  Mai, in Ellringen(Wendland) mit Ghandi „Mangalarga-Film gedreht“,
              Oktober nach Schnega (Wendland)
Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören etwa 15 Wattritte, so wie meine
Ritte quer durch den Harz  in der Zeit zwischen 1972 bis 1995.                       

Zu beginn der Neunziger kam es zu einem Wandel im Umgang mit dem Lasso.
Durch das erlernen von Kenntnissen und Fähigkeiten am und mit dem Rope, durch Lehrgänge bei U.S. amerikanischen Trainern, entwickelte sich Horst vom "einfachen Lassowerfen" hin zum richtigen,"Traditionellem Stil" im Umgang mit dem Rope.
Er begann den  Schwerpunkt seiner Arbeit auf das Ropen und andere Disziplinen
des Westernreiten zu legen. Zu dieser Zeit hatte er bis 2001 vorwiegend Mangalarga Marchadores im Beritt.   


Hier eine kurze Studie zu Pferd:




































 

 
   

           
              Events – Aktivitäten:
1989    Teilnahme am Abendhauptshowprogramm der Equitana, der internationalen
              Pferdemesse in Essen. Erstmalig wurden an diesem Abend durch               
              brasilianisch Reiter und mich die brasilianischen Gangpferde
              Mangalarga Marchadores einem europäischem Publikum vorgestellt.
1997 -  Deutscher Meister im Trail-Reiten mit seinem Pferd Escoteiro.
1998 -  Erste Teilnahme an der Roparama in der Disziplin Break-Away-Calf- Roping
1998 -  2002 Teammitglied der Westernshows in Pullman City (Harz).
1999 -  Beginn der Teilnahme an der "Hansepferd," der internationalen Messe für     
              Pferdefreunde in Hamburg, nunmehr seit 12 Jahren. Teilnahme am Inter -
              national Roping Cup in Meißenheim. Mitglied der deutschen Mannschaft,       
              erfolgreicher Fänger im Calf-Roping
              3. Platz im Jahr 2000,-  2. Platz im Jahr 2003
              In den Shows fanden u.a Wettkämpfe im Teamroping, Break -away -Calf -
              Roping und Ranch Roping statt. Auch Team und Cattle Penning gehörten   
              dazu. Bei diesen Veranstaltungen wurden Teilnehmer Startgebühren               
              eingefordert, die allerdigs als Prämien für Sieger bzw. gut platzierte           
              Teams wieder ausgeschhüttet wurden.


Seit ende der Neunziger Jahre, ist Horst Höbel mitlerweile auch durch seine Ropingkurse in Deutschland immer bekannter geworden. Seit 2002 nimmt er verstärkt an diversen Roping Shows und Events teil. Nach wie vor, arbeitet Horst seine Fähigkeiten und Wurftechniken weiter aus.

Von 1970 bis heute habe ich sieben Isländer Pferde, vier Mangalarga Marchadores, und zwei Quarte Horses besessen. Ich habe alle meine Pferde ausgebildet und geritten. Mein erstes Quarter Horse war Pecos Power, von Fritz Power, aus einer bekannten
Quarter Horse Linie. Seit 2003 reite ich meinen zweiten Quarter Smokey Leo Lena.

Ich gebe Bundesweit Roping-Kurse für Anfänger mit und ohne Pferd. Für Fortge -schrittene mit Pferd. In Shows zeige ich verschiedene Wurftechniken, die abgestimmt sind auf das Fangen von Kälbern, Rindern und Pferden. Vom Boden oder aus dem Sattel.



                                                        T H E    H Ö B E L    H U T T
                      Hier im Norden von Neustadt am Rübenberge, finden auf dem
                H ö b e l  H u t t, in idyllischer Lage immer wieder Events im Roping statt.

                                             
                                                          I m p r e s s i o n e n


R o p e    a    s a c k








            Horst aud seinem Quarter Horse
                        Smokey Leo Lena

Fotoquelle:Cerdar Forster©




The Rope -  El Lazo
kommt aus dem englischen und bedeutet unter anderem Seil, Strick, Tau.
Lazo ist Spanisch und heißt Schlinge. Zu deutsch wurde Lasso daraus. Traditionell wurden Ropes aus bis zu acht Streifen Rohleder geflochten oder aus Hanfseilen gedreht und hatten ein Durchmesser von ca. einem Zentimeter.

Heute werden sie oft aus Polyester oder Nylonfaser hergestellt. Wenn man sich die kräftigen und schweren Bullen vorstellt, so lagen durchaus bis zu 400/500kg Zuggewicht auf so einem Seil. Die aufgewickelten Seilringe bzw. Windungen werden Coiles genannt. Das Loop ist eine geöffnete Wurfschlinge.


                    ...see you soon, Horst !


Anmerkung der Redaktion:
Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten bezüglich eines Termins, kam es im Juni 11  zwecks einer kleinen Fotosession zu einem Treffen mit Horst. Seine kurze Präsentation des Ropens, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Eine solche Treffsicherheit, Versiertheit und Professionalität im Umgang und Wissen mit dem Rope, hätte ich mir zuvor nicht vorgestellt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für Ihre Informationen,
den Zugriff auf Ihre Seite, und Ihre Mitwirkung Herr Höbel !
Site, textparts, arranged by Reiner Rohde

All rights reserved: Horst Höbel ©

Mehr Info siehe Website Horst Höbel:
Web: http://www.roping4all.de
Mail:  roping4all@gmx.de
Tel.: 05034 - 1827

Text: Horst Höbel
Fotoquelle: Horst Höbel
mit Außnahme der Fotos:
(10,16) Reiner Rohde

 








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