auf dem Rücken der Pferde...

 

Wanderreiten

Der Ursprung liegt einige Jahrhunderte zurück, als die Fortbewegung zu Pferd und Kutsche über Land die einzige privilegierte Alternative zu einer Fußwanderung war.
Wie entspannt es seiner Zeit dabei zuging und aus welcher Motivation heraus man über einige Tage oder gar Wochen von einem Ort zum anderen reiste, wird an
diesem Ort wohl nicht zu klären sein.

In der heutigen, für viele Menschen eher stressigen Zeit, ist Wanderreiten zu einer angenehmen Möglichkeit geworden, sich entspannt zu Pferd durch die Natur
zu bewegen.

Die Hauptgangart ist zumeist Schritt. Geritten wird auf gut ausgebildeten, zuverlässigen Pferden unterschiedlichster Rassen, die Gepäck und Reiter tragen können. Das die Gesundheit der Pferde einer der Haupt -
aspekte ist, sollte wie eine gute Kondition von Pferd und Reiter, so selbstverständlich sein wie eine gute Ausrüstung und Gelände kenntnis. Die Zeit, Dauer und Verpflegung eines Rittes ist variabel. Der „typische“ Wanderritt dauert etwa ein Wochenende oder bis zu 14 Tage. Ein Tagesritt dauert ca. sechs bis acht Stunden, oder ergibt sich über die Absprache mit den Teilnehmern. Für den Hunger zwischendurch sorgt der Veranstalter oder man selbst. Übernachtet wird unter freiem Himmel, im Zelt, auf Wanderreitstaionen, bei Bauern, in Gaststätten, etc.

Verschiedene Verbände wie z.B. der DWA,- Deutsche Wanderreiter Akademie,
oder der IPZV, Islandpferde- Reiter und Züchter Verband eV. und andere, bieten Ausbildungslehrgänge zum Wanderrittführer an.

Ein ganz besonderer Aspekt des Wanderreitens ist das „Weiterreiten“!
Hier runter versteht man Wanderritte zwischen 1000 - 5000 Km und mehr. Esther Stein und ihrem Mann Horst Hausleitner gelang es 2003 mit drei Pferden über 5000 Km, Afrika von Südafrika bis Kenia zu durchqueren. Für diese Strecke brauchten sie nahezu ein Jahr. Foto: Esther Stein, Horst Hausleitner


Der Ritt von Jay Ransom, den Beck Brothers, George Charlie und Nip, sowie Raymond Rayne 1912 über 20350 Meilen durch 48 Staaten der USA, gilt als einer der längsten Ritte
in der Geschichte.
Foto: George und Charlie Beck, Jay Ransom, Raymond Rayne, um 1912.

Eine der bekanntesten internationalen„Weiterreiter Vereinigungen“  ist als „The Long Riders Guild" bekannt.





Text: Reiner Rohde
Fotoquelle:
(1) RainerSturm / pixelio.de
(2) horsthausleitner.com,(3) thelongridersguild.com


 








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